Ernährung und Gesundheit kontrovers

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

Sind manche Diäten „Massenmord“?

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Die Weihnachtsausgabe des British Medical Journal ist legendär, denn sie vereint auf unterhaltsamste Weise Wissenschaft mit (britischem) Humor, Weit- und Einsicht. Diesmal gab es auch (wieder) klare Worte und Nachdenklichmachendes: So lässt schon der Titel des Beitrags von Richard Smith „Sind manche Diäten `Massenmord´?“ aufhorchen. Neben viel Bekanntem – sofern man das hervorragende Buch „The big fat surprise“ von Nina Teicholz gelesen hat – fand ich, dass die abschließenden Sätze auch ein gutes Schlusswort für das Jahr 2014 abgeben: Einige wichtige Ernährungsbücher und Originalarbeiten zum Thema Ernährung und Gesundheit gelesen zu haben, so Smith, sei eine ernüchternde Erfahrung gewesen.  Denn der erfolgreiche (!) Versuch, das Fett in der amerikanischen und  in der Kost vieler anderer Länder weltweit zu vermindern, sei  „ein globales, unkontrolliertes Experiment“ gewesen, das sehr wohl zu „schlechten Resultaten“ geführt haben könnte. Smith schließt mit den Worten, es sei jetzt „sicher Zeit für eine bessere Wissenschaft und für mehr Demut bei den Experten“.

In diesem Sinne und mit aller Demut aber auch Neugier auf das, was 2015 bringen wird, wünsche ich allen Unterstützern, Freunden, Kunden und Partnern ein „fettes“, fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

Autor: Ulrike Gonder

Diplom Oecotrophologin, Freie Wissenschaftsjournalistin, neugierig, kritisch, undogmatisch

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