Ernährung und Gesundheit kontrovers

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

Ethisch essen mit Fleisch

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Derzeit gelten strengen Formen des Vegetarismus, vor allem der Veganismus, als besonders en vogue und vor allem auch als besonders gesund. Zudem wird behauptet, mit einer „tierfreien“ Ernährung ließe sich der Hunger aus der Welt schaffen und die Umwelt retten. Aber stimmt das auch? Wie sähe eine Welt ohne „Nutz“-Tiere aus? Funktioniert die Landwirtschaft ohne Tiere überhaupt? Kann man wirklich essen, ohne zu töten? In ihrem Buch „The Vegetarian Myth“ beschrieb die Ex-Veganerin Lierre Keith, wie es ihr erging, während sie mit Herzblut, Kampfgeist und rigorosem Engagement vegan lebte und agierte. Ich habe dieses Buch übersetzt, weil ich es für einen sehr wichtigen Diskussionsbeitrag halte, angesichts der derzeit völlig unkritischen Berichte über den Veganismus. Der systemed-Verlag hat es verlegt unter dem Titel „Ethisch essen mit Fleisch„.

Autor: Ulrike Gonder

Diplom Oecotrophologin, Freie Wissenschaftsjournalistin, neugierig, kritisch, undogmatisch

32 Kommentare

  1. Merkt die Übersetzerin nicht die Polemik der Autorin? Äpfel als ebenso leidensfähige „Wesen“ hinzustellen wie Tiere. Da fehlen einem die Worte. Übrigens:

    Die Amerikanische Gesellschaft für Ernährung (ADA) (die weltweit größte Ernährungsorganisation, deren 67.000 Mitglieder zum größten Teil aus Ernährungswissenschaftlern bestehen) hat sich wie folgt zur veganen Ernährung äußert: „Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, frühe und spätere Kindheit und Adoleszenz. Vegetarische Ernährungsformen bieten eine Reihe von Vorteilen.“ Nach Einschätzung der ADA von 2009 beugt vegane Kost auch Herzerkrankungen, Nierensteinen und entzündlichen Darmerkrankungen vor und wirkt sich positiv auf Gelenkentzündungen aus. Möglicherweise hemmt sie auch die Entstehung von Krebs

    • Wer polemisiert hier? Frau Keith hat es sich weitgehend verkniffen und genießt dafür meine Hochachtung.

      Wer die ADA ist und was sie sagt, weiß ich. Und wer den Bericht auch gelesen hat weiß, dass mit „gut geplant“ eben „supplementiert“ bedeutet. Eine vegane Kost MUSS supplementiert werden, sagt auch die ADA. Damit ist sie für mich nicht „artgerecht“. Sie dürfen das gerne anders sehen und sich auch vegan ernähren, das ist doch Ihre persönliche Entscheidung. Die Vorteile einer (überwiegend) vegetarischen Ernährung sind mir als Oecotrophologin im Übrigen bekannt, stellen sie sich das mal vor. In Sachen Krebsrisiko bei Veganern teile ich Ihre Ansicht nicht.

      • Sehr geehrte Frau Gonder, polemisch wirkt bei dem Buch eigentlich schon der Originaltitel „The vegetarian myth“. Die Autorin möchte in ihrer Einführung klarmachen, dass sie nicht den Vegetarismus verunglimpfen will, tut das dann aber nicht nur durch ihre Titelwahl, sondern auch dadurch, dass sie Vegetarier mehrmals des Nichtkundigseins (Dummheit) bezichtigt.
        Wenn man bedenkt, wie viele Antibiotika und Beruhigsmittel, wohl auch Hormone im Fleisch stecken, relativiert sich doch eigentlich die Kritik an den wenigen Supplementen wie z.B. Vit. B12, die für vegane Ernährung nötig sind.
        Freundliche Grüße
        G. Hofmann

  2. Praktisch alle Vegetarier und Veganer sind durch die Bank weg falsch informiert – egal ob es um unsere Gesundheit geht (Stichwort: die „bösen, bösen tierischen Fette“), oder ob es um ökologische Fragen geht. Deshalb ist der Titel des Buches „Ethisch essen mit Fleisch“ alles andere als polemisch, sondern mehr als gerechtfertigt! Denn wie soll eine Ernährung ethisch korrekt sein, wenn sie nebenbei unsere eigene Gesundheit untergräbt und das ökologische Desaster erst recht beschleunigt? Mit diesen Fragen sollte sich jeder strenge Vegetarier auseinandersetzen – das ist Sinn und Zweck des Buches von Lierre Keith.

    Das Problem liegt ganz auf der Seite der Vegetarier und der Veganer, da sie in der Regel keinerlei Bereitschaft zeigen, ihre Ernährungsweise auch nur ansatzweise zu überdenken. Was diese Leute machen, hat schon beinahe religiöse Züge angenommen, und wer es wagt, ihre Lebensweise zu hinterfragen, wird entweder wie ein Ketzer behandelt oder mit den übelsten Worten beschimpft. Niemand verunglimpft den Vegetarismus, nur weil er seine Unstimmigkeiten thematisiert: in einem freien, demokratischen Land sollten auch kritische Stimmen über den Vegetarismus zu Wort kommen dürfen, alles andere wäre reinste Zensur. Diese Kritik am Vegetarismus, insbesondere aber am Veganismus, ist mehr als überfällig. Die wichtigsten Aspekte zusammengefasst:

    Das Positionspapier der ADA (American Dietetic Association) hat einen gravierenden Fehler: dieser Verband amerikanischer Ernährungswissenschaftler ist keine unabhängige Organisation. Er bekommt massiv Spendengelder namhafter Großkonzerne wie Proctor and Gamble, American Soy Products, Monsanto, Coca Cola, Kellog, Kraft Foods, Weight Watchers, usw. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass auch die ADA in ihrem Positionspapier zur veganen Ernährung die Empfehlung ausspricht, möglichst wenig gesättigte Fette und cholesterinreiche Lebensmittel zu verzehren. Die ADA hat gar keine andere Wahl, als sich an das Paradigma einer fettarmen Ernährung zu halten. Sonst gefährdet sie ihre eigene Existenz. Deshalb ist es geradezu lächerlich, wenn die ADA von „gut geplanten“ veganen und anderen Formen der vegetarischen Ernährung spricht. Denn wie soll man eine Ernährung gut planen können, wenn eine wesentliche Grundannahme falsch ist??? Ein Architekt kann ja auch kein Haus planen, wenn er für das Fundament die falschen Maße verwendet!

    Langjährige VeganerInnen erkranken seltsamerweise exakt an den gleichen Krankheiten, wie die Gemischtköstler auch: Herzinfarkt, Schlaganfall und Tumorerkrankungen! Ich kenne persönlich drei solche Fälle – alle drei Damen lebten über 30 Jahre vegan. Also bitte, wo ist da die gesundheitliche Revolution? Mit veganer Ernährung kann sie nicht stattfinden, weil wesentliche Grundannahmen des Veganismus bezügliche gesunder Ernährung schlichtweg falsch sind! Der Witz ist doch, dass Veganer aus Unwissenheit im Prinzip die gleichen Ernährungsfehler begehen, wie jeder 0815- Otto-Normalverbraucher auch! Deshalb kann es in gesundheitlicher Hinsicht mit dem Veganismus niemals einen Durchbruch geben. Das sieht anfangs nur so aus, das nenne ich den „Fasteneffekt“, aber nach ein paar Jahrzehnten treten unweigerlich Probleme auf. Es ist total auffallend, dass langjährige Veggies oder Veganer in der Regel weniger robust und körperlich belastbar sind, als Omnis. Daran könnte man erkennen, dass irgendetwas an der vegetarischen Ernährung nicht stimmt. Aber Veggies und Veganer weigern sich geradezu, sich mit simplen Ernährungsfragen auseinanderzusetzen. Stattdessen flüchten sie sich in Ausreden, indem sie die Ursache für ihre Beschwerden vorzugsweise in der Psyche suchen oder ihr zarte Seele dafür verantwortlich machen.

    Die Ernährungsfehler, unter denen mehr oder weniger die gesamte Bevölkerung der westlichen Zivilisation leidet, kann man wie folgt zusammenfassen:

    1. Der Kohlenhydrat-Abusus. VeganerInnen sind darin wahre Meister, denn wer Fett meidet, verzehrt automatisch mehr Kohlenhydrate. Das hat jedoch gravierende Nachteile: Praktisch alle gängigen Zivilisationsleiden stehen im Zusammenhang mit dieser weit verbreiteten Kohlenhydrat-Überfütterung, nachzulesen u.a. bei Prof. Dr. Wolfgang Lutz, oder bei Prof. Dr. Ulrike Kämmerer, wenn es speziell um Krebserkrankungen geht! Gerade VeganerInnen sind in dieser Hinsicht absolut blauäugig, sind sie doch ständig dabei, irgendwelche vegane Süßigkeiten zu schlecken. Da kann man nur sagen: sie wissen nicht, was sie tun!

    2. Das Meiden gesättigter Fette. VeganerInnen, aber auch Vegetarier und Gemischtköstler sind darin wahre Meister, weil man uns seit Jahrzehnten eintrichtert, es sei ungesund, sich fettreich zu ernähren. Aber alle wissenschaftliche Studien, die in den letzen hundert Jahren gemacht wurden, um einen Zusammenhang zwischen gesättigten Fetten und Zivilisationsleiden herzustellen, sind kläglich gescheitert. Die Bevölkerung wird über diese Fakten jedoch nicht aufgeklärt. Stattdessen wird über die Mainstream-Medien diese absurde Fett-Angst immer weiter geschürt, u.a. auch mit der unsinnigen Behauptung, dass eine fettreiche Ernährung dick machen würde und dass jeder, der abnehmen möchte, sich fettarm ernähren muss.
    Er ist der Verdienst von Gary Taubes, dem preisgekrönten Wissenschaftsjournalist aus den USA, dass dieser unerhörte Schwindel um angeblich ungesunde gesättigte Fette endlich ans Tageslicht kommt. In seinem Buch: „Good Calories, Bad Calories“, das ist den USA für Furore sorgte, deckt er nicht nur die dunklen Machenschaften zwischen amerikanischen Behörden und den von der Industrie gesponserten „Wissenschaftlern“ auf, sondern er widerlegt auch ganz klar die heutzutage übliche kalorische Denkweise, wonach jeder dick wird, wenn er zuviel isst oder sich zuwenig bewegt. Eine grobe Zusammenfassung dieses überaus lesenswerte Buch findet man unter folgendem link: http://s267274200.online.de/archives/302

    Nichts hat eine ähnlich dramatische Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung wie das wissenschaftlich völlig unhaltbare Paradigma einer fettarmen Ernährung: das Heer der frierenden und von Burnout geplagten Menschen muss damit zwangsläufig immer größer werden, von den vielen Krebskranken ganz zu schweigen. Von Veganern hört man immer wieder das Argument, dass die vegane Kost gesund ist, weil sie alle Nährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stellt. Diese Sichtweise ist typisch für unsere stofflich-materialistische Denkweise: dabei wird ganz übersehen, dass die beste Nährstoffversorgung sinn- und zwecklos ist, wenn unsere Zellen nicht mehr richtig mit Energie versorgt werden!! Dazu eignen sich nämlich am besten die gesättigten Fette! Kohlenhydrate hingegen, besonders wenn sie im Übermaß genossen werden, haben sogar die Eigenschaft, die Energiegewinnung in den Mitochondrien zu blockieren – daher das immer größer werdende Heer „ausgebrannter“ Menschen! Ihnen fehlt schlicht der richtige „Treibstoff“ für ihre Zellen…..Quelle: http://www.dr-kuklinski.info/publikationen/nahrungsfett.pdf

    3. Die Verwendung schädlicher Pflanzenöle. Auch darin sind VeganerInnen wahre Meister, denn sie glauben, sie würden sich damit etwas Gutes tun – aber das Gegenteil ist der Fall: Pflanzenöle schädigen durch Peroxidation körpereigene Lipide. Ferner verursachen sie durch ihre oxidativen Eigenschaften einen Raubbau wichtiger Antioxidantien, wie z.B. Selen oder Vitamin E. Selen ist eines der wichtigsten, intrazellulären Antioxidantien, es hat u.a. antimutagene Eigenschaften und schützt vor Chromosomenschäden. Deshalb ist eine tierfettfreie, auf Pfanzenölen basierende Ernährung langfristig gar nicht machbar, ohne dass es nicht zu schweren gesundheitlichen Schäden kommt. Man sollte unbedingt von allen langjährigen Veganern ein Antioxidantienprofil erstellen – dann sieht die Sache nicht mehr so rosig aus! Dieser ständige Raubbau an Selen kann durch Supplementation niemals ausgeglichen werden, denn sonst müsste man mit jedem weiteren Jahr einer pflanzenölbasierten Ernährung immer mehr Selen supplementieren….Der Durchschnittsamerikaner verzehrt mittlerweile 30% seiner täglichen Kalorien in Form dieser oxidationsfördernder Pflanzenöle – daher auch die vielen gesundheitlichen Probleme der Amerikaner! Eine gute Quelle über die Schädlichkeit von Pflanzenölen: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39868552.html

    4. Das Meiden cholesterinreicher Lebensmittel. Auch darin sind VeganerInnen wahre Meister, ebenso wie viele Veggies oder Gemischtköstler. Das ist nicht nur völlig sinnlos (siehe: http://www.ravnskov.nu/cholesterol.htm), sondern absolut kontraproduktiv, wenn es darum geht, unsere Gesundheit zu erhalten: denn Cholesterin ist der wichtigste Reparatur-, Regenerations- und Aufbaustoff unseres Organismus! Je höher der Cholesteringehalt der Nahrung, desto stabiler unsere Zellmembranen, desto robuster unser Bindegewebe, etc. Von Veganern hört man immer wieder das Argument, der Mensch könne seinen Cholesterinbedarf selbst decken. Das ist ein großer Irrtum und typisch für die knauserige Denkweise des Veganismus. Mit Cholesterin verhält es sich ähnlich wie mit einem Körperpflegemittel: eine Hautcreme verwende ich ja auch nicht, weil mein Körper das brauchen würde, sondern weil ich weiß, dass ich meiner Haut damit etwas Gutes tue! Das gleiche gilt für Cholesterin in der Nahrung, aber leider versteht das niemand mehr.

    Der Veganismus ist bei genauer Betrachtung die Kulmination sämtlicher Ernährungslügen der letzten Jahrzehnte, kaschiert durch völlig überzogene ethische Ansprüche. Dass dabei nichts Gutes herauskommen kann, sollte eigentlich einleuchtend sein.
    Es ist höchste Zeit, die Bevölkerung über die Irrtümer und Missverständnisse des Vegetarismus bzw. Veganismus aufzuklären – das Buch von Lierre Keith leistet dazu einen hervorragenden Beitrag!
    In den Buchhandlungen türmen sich mittlerweile die Bücher veganer Starköche, und in jedem Buch werden die gleichen Ernährungslügen heruntergebetet – so kann es einfach nicht weitergehen! Man sollte zumindest dieses qualitativ hochwertige Buch von Lierre Keith dazustellen, damit sich jeder umfassend informieren kann.

    Um Missverständnisse vorzubeugen: ich musste im meinem Leben ähnlich leidvolle Erfahrungen machen wie Lierre Keith: hineingeboren in eine traditionsreiche Vegetarierfamilie bin ich ernährungsbedingt mein halbes Leben schwer krank gewesen. Erst die Umstellung auf eine besonders Fleisch- und fettreiche Kost hat mich von meinem langen, qualvollen Leiden befreit. Der Titel „Ethisch essen mit Fleisch“ kann in meinen Augen nicht treffender sein, denn dieser ständige Rummel, den die Vegetarier um ihre glorreichen ethischen Ansprüche machen, ist nichts weiter als eine verlogene Plattitüde, wenn dabei die Gesundheit der eigenen Nachkommen aufs Spiel gesetzt wird.

    • Danke, nur Danke, für diesen Kommentar.

    • Der Kommentar ist so lang, dass es mir schwerfällt auf alle Dinge einzugehen, die mir aufgestoßen sind.

      Zunächst fallen mir die zahlreichen Vorurteile gegenüber Veganern auf. Ich ernähre mich keineswegs fettarm. Gesättigte Fette gibt es übrigens auch in pflanzlichen Lebensmittel, wie etwa Kokosöl – in einer gesunden Variante. Mit Hautcremes tun wir unserer Haut übrigens überhaupt nichts Gutes, denn wir reduzieren damit die Eigenschaft unserer Haut bei Bedarf selbst nachzufetten, was wiederrum zu trockener Haut führt. Cholesterin ist in der Tag notwendig für unseren Körper, allerdings nur körpereigenes. Körperfremdes muss aufwendig abgebaut werden. Süßigkeiten meide ich auch in veganer Form.

      Es tut mir leid, dass der Autor erkrankt ist. Aber ob die Erkrankung auf die vegane Lebensweise oder auf eine falsche Ernährung zurückzuführen ist, ist nicht klar. Man kann sich durchaus auch vegan falsch ernähren.

      Was die „Störung des natürlichen Kreislaufs“ angeht, so ist der menschliche Körper maximal für die Verdauung von Kleinstmengen Fleisch (Insekten z.B.) ausgelegt, und auch das ist nur optional. Bisher habe ich noch nichts seriöses gefunden, was das eindeutig widerlegt.

      • Hallo anonym, ich möchte nur auf Ihre letzte Aussage eingehen („maximal Kleinstmengen“) und würde gerne wissen, wer das wo und wie belegt haben will. Können Sie mir hierzu eine Quelle nennen?

      • meines Wissens wurden größere „Fleischteile“ schon in recht früher Zeit überm Feuer zubereitet und mit wenigen Nüssen und Beeren ergänzt.

    • Du redest (in diesem Fall schreiben) mir aus der Seele! Endlich jemand der tacheles redet (schreibt)!

  3. an anonym: es gibt im Veganismus derart viele Missverständnisse und Ungereimtheiten, dass man sich nur wundern kann, weshalb er trotzdem so viele Anhänger findet. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass sämtliche Grundannahmen des Veganismus was eine gesunde Ernährung angeht, schlichtweg falsch sind.
    Das fängt schon damit an, dass Veganer ganz falsche Vorstellungen über die Rolle des Cholesterins in unserem Körper haben und immer noch so tun, als wäre Cholesterin aus der Nahrung Gift für unseren Körper. Aber wie kann ein Nahrungsbestandteil schädlich sein, wenn er doch in unserem Körper fast am häufigsten vorkommt und ungemein wichtige Aufgaben innehat? Körperfremdes Cholesterin belastet nicht unseren Organismus, sondern es ENTLASTET die körpereigene Cholesterinproduktion! Das ist es, was Veganer nicht verstehen und weshalb eine cholesterinarme Ernährung niemals gesund sein kann.

    Und was die gesättigten Fette angeht: natürlich kann man als Veganer auch Kokosfett zu sich nehmen. Dennoch ist eine vegane Ernährung tendenziell eher kohlenhydratreich und fettarm, was ganz einfach daran liegt, dass es für den Veganer außer Kokosfett kaum Lebensmittel gibt, die reichlich gesättigte Fette enthalten. In einer veganen Ernährung dominieren Getreide, Nudeln, Kartoffeln, Müsli, etc – das sind alles Lebensmittel, die nur Kohlenhydrate aber kein Fett enthalten. Kohlenhydratarme Ernährungsformen, wie z.B. die LOGI-Methode oder eine ketogene Ernährung, sind jedoch nachweislich gesünder als jede kohlenhydratreiche Ernährung. Aber wie will man das als Veganer bewerkstelligen? Das ist fast nicht machbar – da hat es ein Gemischtköstler viel einfacher, da ihm auch noch Butter, Speck, Salami und Leberwurst als Fettquelle zur Verfügung steht.

    Das Meiden von Süßigkeiten ist lobenswert, aber es hilft dem Veganer nicht viel, da er gerne stärkehaltige Lebensmittel zu sich nimmt: die darin reichlich enthaltenen komplexen Kohlenhydrate sind für unseren Organismus letztendlich auch nichts anderes als Zucker!

    Auch die Behauptung, unser Körper wäre maximal nur für eine Kleinstmenge an Fleisch ausgelegt, ist nicht richtig: ich kann Ihnen nur raten, dass Sie sich mal mit der Tabelle auf Seite 127 in dem Buch „Ethisch essen mit Fleisch“ auseinanderzusetzen! Dort werden die Merkmale unseres Verdauungstraktes mit dem Verdauungstrakt von Hunden und Schafen verglichen – das Ergebnis ist eindeutig: unser Verdauungstrakt ist speziell für Fleisch ausgelegt!

    „Man kann sich durchaus auch vegan falsch ernähren“, ist eine beliebte Ausrede, mit der sich Veganer selber etwas vormachen. Denn die vegane Ernährung ist AN SICH falsch, da sie ganz und gar wider die Natur ist.

  4. An Herrn Ulrich Neumeister,

    bei allem Respekt, Sie reden ganz eindeutig grösstenteils nur Mist und sind offensichtlich nicht sehr gut informiert.

    Ich lebe jetzt seit etwas mehr als drei Jahren vegan, wobei ich nicht sofort diesen doch recht grossen „Umstieg“ geamcht hab. Ich war zuvor etwa 2 Jahre Vegetarier.

    Zuvor gehörte ich der kategorie „Allesesser“ also auch Fleisch und Fisch an.

    Mein Wechsel begründete aus gesundheitlichen Umständen, die ich hier etwas genauer erläutern werde:
    Ich habe von jeher extrem viel Sport gemacht (ca. 5-7x pro Woche) also eigentlich fast täglich,
    Als ich mich zu einem gegebenen Zeitpunkt auf einen Marathon vorbereiten wollte, habe ich kurzentschlossen eine sogenannte „Belastungsanalyse“ bei einem Sportmediziner machen lassen, welche auch in Bezug auf meine allgemeine körperliche Verfassung sehr gut ausfiel (147% Leistungsfähigkeit gegenüber „normalen“ Personen desselben Alters).
    Allerdings wurden bei meiner Analyse erstaunlicherweise sehr hohe Leberwerte festgestellt und der Arzt hatte sogar den Verdacht, dass ich extremer Alkoholiker sei (!!!). Ich hatte einen Leberwert (GGT) von 98 bei einem eigentlich maximalen normalen Wert von 61.
    Hierzu muss ich anmerken, dass ich seit jeher absolut gar einen Alkohol trinke, weder rauche noch sonst irgendwelche Drogen o.ä. konsumiere. Auch nehme ich in der Regel nie irgendwelche Medikamente ein.

    Ich wurde von mehreren Spezialisten untersucht, jedoch konnte mir keiner derselben diesbezüglich eine Erklärung geben und ich wurde einfach als „medizinisches Rätsel“ eingestuft.

    In der Folge stiegen meine Leberwerte, ohne irgendeine erkennbare Ursache, weiter auf einen phänomalen Wert von 307 (!!!).

    Ich habe daraufhin beschlossen, dass ich das Problem selbst in Angriff nehmen würde und begonnen nach und nach meine Ernährung, wie eingangs beschrieben, zu verändern, bis ich dann schliesslich zum Veganer wurde.

    Auch hierzu möchte ich noch anmerken, dass ich definitiv kein Milliz-veganer bin und nach wie vor Schuhe oder Kleidung aus Leder trage. Ich habe lediglich meine Ernährung umgestellt und verzichte seitdem auf jegliche tierischen Produkte.

    Und siehe da, Herr Neumeister, ich habe zur Zeit Leberwerte die absolut im grünen Bereich sind (31) und ich fühle mich, entgegen Ihren Behauptungen, in einer exzellenten körperlichen Verfassung. Ich lasse mich alle sechs Monate komplett von meinem Arzt untersuchen (komplette Blut- und Wasseranalyse) und meine Werte sind in ALLEN Bereichen (auch keinerlei Vitamin B12-Mangel) seit meiner Ernährungsumstellung perfekt.

    Wie erklären Sie dies nun mit Ihrer eigenen haltlosen Theorie?
    Ich möchte auch bemerken, dass es mir prinzipiell egal ist, auf welche Art und Weise meine Mitmenschen sich ernähren. Hauptsache meine Umstellung hat mir geholfen, ich finde es jedoch bedenklich, dass Sie hier die Werbetrommel rühren für längst widerlegte und überlebte Ernährungslügen. Lesen Sie lieber mal Bücher wie „Die Essensfälscher“ o.ä. dann werden Sie möglicherweise auch Ihre Sichtweise ändern?

    Abschliessend stelle ich mir die Frage, wie Sie selbst wohl aussehen, bei den „Ernährungsratschlägen“ die Sie ja wahrscheinlich selbst beherzigen?
    Wie sieht denn Ihre eigene körperliche Verfassung aus? Ich bezweifle stark, dass Sie robuster oder körperlich betastbarer sind als ich (ich trainieren immer noch 5x die Woche und das mit fast Fünfzig !!!). 🙂

    Ist Ihnen der Name Brendan Brazier möglicherweise ein Begriff? Brazier ist ein international anerkannter Top-Triathlet und hat bereits das eine oder andere Buch zum Thema Sport und Veganismus geschrieben. Wäre vielleicht interessant für Sie, da mal reinzuschnuppern?

    Ansonsten, nichts für ungut. Frei nach dem Motto: Leben und leben lassen.

    MfG

    • Das mit dem Mist am Anfang hätte nun aber nicht sein müssen! Bitte freundlich blieben, Sie schreiben ja selbst am Ende „leben und leben lassen“. Und Entschuldigung dafür, dass ich Ihren Beitrag erst jetzt freischalte – ich hatte echt wenig Zeit, und da bleibt die Internetseite leider oft auf der Strecke. UG

    • An Fred Schmit: wenn ich Mist reden würde, dann müsste es für Sie ein Leichtes sein, meine Argumente zu widerlegen. Da Sie jedoch mit keinem einzigen Wort darauf eingegangen sind, ist das ein deutlicher Hinweis, dass es nicht so falsch sein kann, was ich geschrieben habe!

      Auch ihre unfreundliche Art, wie Sie auf meinen Kommentar reagiert haben, ist eine typische Reaktion der Veganern, wenn sie mit unangenehmen Tatsachen konfrontiert werden.

      Ich vertrete keine haltlose Theorie, sondern es sind die Veganer, die gar nicht merken , was sie ihrem Körper antun, weil sie sich von kurzfristigen gesundheitlichen Erfolgen blenden lassen:
      gute Leberwerte sind noch kein Beweis, dass die vegane Ernährung langfristig gesund und machbar ist, noch ist damit erwiesen, dass allein die vegane Kost für solche guten Leberwerte verantwortlich ist. Denn wie Ihnen vielleicht schon aufgefallen ist, bemühen sich Veganer generell um eine gesündere Lebensweise, während Gemischtköstler meistens gedankenlos alles mögliche in sich hineinstopfen. Wie wollen Sie also beweisen, dass Ihre guten Leberwerte daher herrühren, dass Sie überhaupt keine tierischen Produkte mehr verzehren?
      Und wo ist der wissenschaftliche Nachweise, dass tierische Lebensmittel schlechte Leberwerte verursachen? Das ist nämlich die entscheidende Frage, die kein Veganer beantworten kann. Ihre guten Leberwerte könnten z.B. auch daher kommen, dass sie im Vergleich zu früher weniger raffinieren Zucker und allgemein weniger Kohlenhydrate verzehren. Der geniale österreichische Arzt Dr. Wolfgang Lutz hat nämlich nachgewiesen, dass auch extrem schlechte Leberwerte sich ganz von alleine wieder normalisieren, wenn man man nur die Kohlenhydrate einschränkt!

      Sicherlich kann es einen enormen therapeutischen Effekt haben, wenn sich der Mensch für eine gewisse Zeit hauptsächlich von Obst und Gemüse ernährt. So ist die vegane Ernährung bei genauer Betrachtung eigentlich eine Art Obst- und Gemüsefasten. Aber wo ist der Nachweis, dass diese Ernährungsweise sich als Dauerkost für ein ganzes Leben eignet, geschweige denn über mehrere Generationen hinweg?
      Sie leben erst seit drei Jahren vegan. Das ist noch kein langer Zeitraum für eine völlig neuartige Ernährungsweise, die es bis dato in der Menschheitsgeschichte noch nie gab. Ähnliches gilt für den von Ihnen verehrten Top-Triathleten: auch er hat ganz sicher einer omnivore Vorgeschichte. 99% aller Veganer haben ihren Körper
      mit Fleisch, Milch und Eiern aufgebaut. Und erst wenn sie längst ausgewachsen sind, dann stellen sie ihre Ernährung auf vegan um und prahlen dann auch noch mit ihrer Gesundheit. Damit machen Sie sich jedoch nur selber etwas vor und gegenüber der Öffentlichkeit ist es eigentlich Betrug und Augenwischerei. Denn woher wollen Sie wissen, wie Ihr Leben verlaufen wäre und ob Sie körperlich auch so fit wären, wenn Sie bereits von Geburt an vegan aufgewachsen wären? Ist Ihnen schon mal ein Mensch begegnet, etwa in ihrem Alter, der von Geburt an vegan aufwuchs? Ganz sicher nicht. Oder ein Veganer, der bereits seit 40 Jahren vegan lebt? Ich kenne einige solche Leute, und sie gehen alle ausnahmslos kräftemäßig auf dem Zahnfleisch – von sportlicher Fitness keine Spur!

      Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, mich also nicht mehr vegetarisch ernähre, sondern ein Art Paleo-Diät mache – kombiniert mit einer ketogenen Ernährung – sehe ich so unbeschreiblich gut aus, dass sich die Leute sogar auf der Straße nach mir umdrehen!! Und überall wo ich hinkomme, bekomme ich ständig Komplimente, weil ich so gut aussehe…. Als ich noch Vegetarier war (von Geburt an vegetarisch aufgewachsen), war es genau umgekehrt und ich war kräftemäßig immer am untersten Limit, so sehr, dass ich kaum arbeitsfähig war. Das ist mittlerweile alles Schnee von gestern: dank meiner neuartigen fett- und proteinreichen Diät (ohne Kohlenhydrate) strotze ich nur so vor Energie!

      Ihr Problem ist, werter Herr Schmit, dass Ihr Horizont, was Ernährung angeht, über das übliche Ernährungs-Schemata nicht hinausgeht: Sie denken, dass es zu der gängigen Hausmannskost keine andere Alternative gibt als sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren. Dass ist jedoch ein gewaltiger Irrtum, denn es gibt noch eine Dritte Variante: nämlich eine Paleo-Diät bzw. eine ketogene Ernährung, was sich im Prinzip miteinander deckt.
      Viele Vegetarier, die behaupten, dass es ihnen mit ihrer Ernährung gut geht – Sie mit eingeschlossen, Herr Schmit – können sich gar nicht vorstellen, dass es ihnen mit einer ketogenen Paleo-Diät noch wesentlich besser gehen könnte – weil sie es nie ausprobiert haben!!!

    • hohe Leberwerte können auch an einem hohen Fruchtverzehr und weiteren Gärungen zusammenhängen.

      Siehe Sieben Säulen der gesunden Ernährung von Müller-Burzler

  5. Guten Tag, mich interessiert welche Meinung Sie von dem Buch China Study – Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell haben.

  6. Udo Pollmer hat die China Study z.B. unter die Lupe genommen. Wenn man mit „Udo Pollmer“ und „China Study“ sucht, findet man seinen Beitrag.

    Es gibt ziemlich viel Kritik an dem Buch, vor allem auf Englisch, z.B. von Denise Minger oder Chris Masterjohn.
    Ich habe den Eindruck, dass die Kritik oft kaum bekannt ist, und vielen gar nicht bewusst ist, dass das Buch alles andere als unumstritten ist.

  7. Hallo Frau Gonder,

    Ich finde es beachtenswert wie sie sich in vielen Sendungen und im Web den haarsträubenden dogmatischen vermeintlichen Argumenten der Vegan/Vegetarismus Fraktion stellen und ziehe mein Hut davor. Das Buch ist SEHR gut geschrieben und kann man nur jedem weiter empfehlen. Ich habe einen Artikel entdeckt der mir so einiges erklärte, darin hat der Psychologe Hank Rothgerber mal das Verhalten von Veganern / Vegetariern untersucht das Ergebnis sagt eigentlich alles:

    In einer Hinsicht jedenfalls – und das haben sie wiederum mit den religiösen Eiferern gemein – kommen alle Fraktionen des ernsthaften Vegetarismus auf einen Nenner: Ihre Kritikfähigkeit lässt arg zu wünschen übrig. Kaum ein Vegetarier (von welcher Abteilung auch immer) würde zugeben wollen, dass eine konsequent vegetarische Ernährung sehr wohl Gesundheitsrisiken birgt, vor allem für Kinder und Säuglinge. Dass die angeblich prinzipielle ethische Überlegenheit der vegetarischen/veganen Ernährungs- und Lebensweise einer kritischen Überprüfung ebenso wenig standhält wie die Behauptung, eine fleischfreie Kost sei naturgemäß gesünder, ist dann für vegetarische/vegane Ideologen absolut unerträglich. Das musste zum Beispiel Anfang des Jahres der Blogger Felix Olschewski erfahren, als er nur die Frage zu stellen wagte, ob Vegetarier mehr Blutvergießen verursachen als Fleischesser.

    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42246/1.html

    es ist also eindeutig keine Modeerscheinung mehr sondern vielmehr eine neue Religion….und da in unserer Zeit selbst die Zeugen Jehovas in Teilen Deutschland als KdöR anerkannt wurden ist es nur noch eine Frage der Zeit bis der erste Gemüsegebetstempel errichtet wird.

    in diesem Sinne weiter so.

    Viele Grüße
    Ein begeisterter Leser

  8. Ich finde, dass in dieser Diskussion hier zwei grundsätzliche Fehler liegen.
    Der erste: es gibt keine wirklich belastbare Studie darüber, welche Ernährungsform wirklich die gesündeste ist. Es werden meist Korellationen untersucht. (Es geht nicht um die Frage, ob hochindustrialisierte und nährstoffarme Ernährung und Bewegungsmangel krank macht.) Nimmt man vielleicht mal die ältesten Menschen der Welt als Maßstab, fällt auf, dass sie sich alle sehr unterschiedlich ernähren, ihre soziale Einbettung aber immer sehr hoch ist. Es scheint, als ob der Mensch sehr flexibel ist, was seine Ernährung anbelangt.

    Der zweite Fehler: Dadurch, dass Leith den Veganismus/Vegetarismus so explizit ablehnt, schwenkt die Argumentation sofort auf „Da kann ich ja beruhigt weiter Fleisch essen“. Das ist aber falsch. Denn Leith argumentiert für Weidehaltung und Tasache ist, dass in Deutschland 98% der Tiere aus Massentierhaltung stammen. Wir essen also etwas anderes, als das über das wir reden. Unsere Haltung baut auf einer falschen Grundlage auf. (Auch Olschewskis Argumentation baut auf Weidehaltung. Er schließt in seinem Artikel die industrielle Tierhaltung explizit aus!) Leith setzt eine utopische Veganerwelt einer utopischen Weidewirtschaft gegenüber. Beides gibt es nicht und wird es nie geben. Ungeachtet dessen, sind aber beide Utopien wichtig um das Problem Massentierhaltung anzugehen, denn wie Leith schreibt, macht diese den Planeten kaputt. Der einzige Weg zu globaler Weidehaltung ist aber der Verzicht auf Fleisch. Nur wenn genug Menschen auf Fleisch verzichten, wird es überhaupt möglich sein, ausschließlich auf Weidevieh zu setzen. Deshalb frage ich mich, weshalb eigentlich alle, die das Buch gut finden, so ein Problem mit Veganern haben?

    • Danke für diesen konstruktiven Beitrag.

    • Ihre Frage ist leicht zu beantworten: Veganer schießen völlig über das Ziel hinaus, weil sie kategorisch alle tierischen Produkte ablehnen. Den Fleischkonsum zu reduzieren ist eben nicht das gleiche, wie gar keine tierischen Produkte mehr zu verzehren, also auch keine Butter, Sahne oder Käse!
      Außerdem stimmt es nicht, dass ich als Verbraucher an den üblen Zuständen der Massentierhaltung nur dadurch etwas ändern kann, wenn ich kein Fleisch mehr esse. Ich kann schließlich mein Fleisch auch bei einem kleinbäuerlichen Erzeuger kaufen, der seine Tiere auf einer Weide hält!
      Das Argument, dass 98% der Tier aus Massentierhaltung stammen ist also kein Grund, um nicht als Verbraucher sein Kaufverhalten so zu ändern, dass diejenigen Bauern unterstützt werden, die sich um eine artgerechte Tierhaltung bemühen! Der Kunde ist König, das ist doch eine alte Binsenweisheit. Gleich alle tierischen Produkte abzulehnen, nur weil die Mehrheit der Tiere falsch gehalten wird, das ist so, als würde man das Kind mit dem Bad ausschütten…
      Nimmt man die ältesten Menschen der Welt als Maßstab, dann fällt auf, dass keiner von ihnen vegan aufgewachsen ist, geschweige denn die meiste Zeit seines Lebens sich vegan ernährte! Wer also meint, vegan wäre eine mögliche Variante um sich gesund zu ernähren, der sollte erst mal den Nachweis erbringen, dass man mit dieser Ernährung auch gesund alt werden kann und gesunde Kinder heranziehen kann!
      Im Übrigen braucht es keine Studie um nachzuweisen, dass vegan die ungesündeste Ernährung ist. Veganer schreien immer nach Studien – selber denken würde manches erübrigen! Denn vegan ist weit entfernt davon was man als eine optimale Ernährung bezeichnen könnte. Allein schon die Tatsache, dass zahlreiche Nährstoffe, wie zum Beispiel B-Vitamine, Eisen, Zink, Selen und Folsäure, ein viel höhere Bioverfügbarkeit aufweisen, wenn sie aus tierischen Quellen stammen, spricht eindeutig gegen eine vegane Ernährung.

    • So sehe ich das auch. Danke. Der Beitragsschlagabtausch hier, genau wie überall, wenn es um diese Themen geht, lenkt ab von der großen Problematik der Massentierhaltung, um die es doch eigentlich gehen sollte. Das Kampfgetümmel um gesund oder nicht gesund ist übergriffig, denn jeder sollte selbst entscheiden, was gut tut und was nicht. Sicher ist es nett, die Fürs und Wieder zu hören oder zu lesen. Erfahrungen und Erkenntnisse miteinander zu teilen ist eine sehr soziale und fürsorgliche, sehr schätzenswerte menschliche Eigenschaft, aber dass man sich diesbezüglich so ereifert führt ja nur zu unnötigen Aggressionen und niemals zu irgendeinem sinnvollen Ergebnis. In diesem Sinne ganz herzliche Grüße an Alle

    • mein Ansatz:

      1-2 x wöchentlich Fleisch bester Qualität! ( Weidehaltung oder höchstes Biosiegel)
      1-2x wöchentlich fetten Fisch( Lachs, Makrele, Hering- kein Thunfisch)
      täglich mindestens 1 Ei( Sportler auch bis zu 5) mehr mag oft keiner essen

      viel Gemüse, moderat Obst,

      wenn veträglich und man es sich leisten kann täglich Nüsse oder Mandeln

      wenn vetragen wird Milchprodukte von Weidetieren/ alternativ höchstes Biosiegel in VOllFETTSTUFE
      gern ergänzt durch wenig Honig(Qualität) und Gewürze

      wenig Getreide

      ich esse 1 Dinkelbrötchen am Morgen 7 ab u an Haferflocken

      etwas gute Schokolade
      Rotwein

      beste Butter, evtl. natives Kokosfett, Olivenöl,

      Gruß Andy

  9. Johannes, ich habe die Reaktionen von Veganern auf den Artikel von Felix Olschewski anders erlebt. Diejenigen, die lesen können, fanden ihn durchaus gut.

    http://www.urgeschmack.de/verursachen-vegetarier-mehr-blutvergiessen-als-fleischesser

  10. Es gibt auf beiden Seiten Dogmatiker und dies tut der sachlichen Diskussion sicher alles andere als gut.
    Das neue Buch von Hr. Neumeister konte ich mittlerweile goutieren und muss leider sagen, dass es voller Polemik und falscher Behauptungen steckt. Wem will er damit etwas beweisen, außer seinen Frust von der Seele schreiben?
    Eine sachliche Aufarbeitung sieht wirklich anders aus. Zudem er Argumente nutzt, die völlig an den Haaren herbeigezogen sind und jeder wissenschaftlichkeit entbehren. Sicher kam es ihm nicht um eine wissenschaftl. Auseinandersetzung an, deshalb kann man allerdings trotzdem versuchen, zumindest halbwegs seriös zu recherchieren und argumentieren. Dies vermisse ich gänzlich.

    Bzgl. Ernährungsempfehlungen halte ich mich daher auch an komptentere Leute wie Leitzmann, Keller, Esselstyn, Fuhrmann, Bruker usw.
    Auch wenn ich gerne kontroverse Diskussionen und Meinungen schätze, sollten sie nicht ganz so dogmatisch geprägt sein.
    Das gilt allerdings nicht nur für Hr. Neumeister, sondern auch von der veg. Seite, die ja auch gerne zu extremen Meinungen neigt und pauschal alles aburteilt.

    Ich selbst lebe seit 30 jahren vollwertig vergetarisch, mit teils längeren veganen Phasen, wenn ich wieder etwas anbnehmen möchte. Fakt ist, in den veganen Phasen geht es mir am besten und fühle ich mich auch am leistungsfähigsten.

    Der Mensch ist und war schon immer mehr Pflanzen- als Fleischesser.
    Gerade der auch v. Hr. >Neumeister angesprochene Darm zeigt dies doch recht deutlich. Magen, Dünn- und Dickdarm weisen doch recht klar Proportionen und Größen auf, die zwar auf einen Mischköstler, jedoch überwiegend auf pflanzliche Kost hindeuten.
    Bei typischen Fleischessern nimmt der Dünndarm mehr Volumen und Fläche ein als der Dickdarm. Beim Menschen nimmt aber der Dickdarm 60% der Fläche ein.
    Der Dickdarm des Menschen besitzt auch bestimmte Muskelfasern, sog. Tänien und Haustren.
    Tänien sind typische Merkmale von Pflanzenfressern und Allesessern mit überwiegend pflanzlicher Nahrung.
    Auch die Unfähigkeit Vit. C zu synthetisieren unterstreicht dies.
    Denn offenbar war Vit. C immer ausreichend in der Nahrung des Menschen vorhanden (Früchte, Blätter), so dass auf die Fähigkeit zur Synthese dieses Vit. verzichtet werden konnte.
    Außer dem Menschen sind sonst nur Meerschweinchen und einige Vogelarten nicht in der Lage Vit. C zu synthetisieren.
    Typische Fleischfresser wie Katzen, haben indes diese Fähigkeit.
    Desweiteren sind die Zähne des Menschen mehr die eines Pflanzenessers (Mahlzähne und deren Morphologie = Dicke des Zahnschmelzes).
    Die Abnutzungsspuren zB. des Australopithecus deuten auf eine intensive pflanzliche Kost hin.
    Ferner sind die Schluckmechanismen (ggü. Schlingen der Nahrung), Schweißdrüsen sowie das Vorkommen eines Stärke abbauenden Enzym im Speichel typische Merkmale von Pflanzenfressern, die bei Fleischfressern fehlen.

    Das der sog. Puddingveg. natürlich nicht gesünder als sein fleischverzehrendes Pedant lebt, dürfte indes jedem klar sein.
    Und genau auf diese Puddingvegetarier beziehen sich dann auch meist die Veg.-Gegner, wenn sie mal einen kränklichen Veganer kennen. Die prozentual mehrheitlich kranken Fleischesser, werden dann einfach einmal ausgeblendet.

    Es gibt genug Studien die belegen, dass eine veg. Lebensweise, gesundheitl. Vorteile hat. Man muss allerdings ein bißchen recherchieren und seine gefärbte Brille abziehen.

    Das es keiner Seite hilft, die andere zu denunzieren, sollte dann eigentlich Usus sein. Denn eigentlich wollen beide Seiten eine Abschaffung der Massentierhaltung und zu einer artgerechten Tierhaltung zurück. Dort können dann Veg. und Fleischesser in trauter Zweisamkeit zusammenleben.

    Ich befürchte nur, die einseitig geführten Diskussionen, werden auch dann nicht aufhören.

    • Einfach nur Danke für diesen reflektierten Kommentar 🙂
      Ich selbst versuche KEIN Ernährungskonzept zu befolgen und gebe meinem Körper einfach, was er gerade braucht (unter Einbeziehung meines „inneren Kindes“) – und lande immer wieder bei einer vegetarischen Ernährungsweise, die keinen festen Rhythmen folgt (teilweise auch mit Industrieprodukten).
      Ich denke, es geht darum, die Verbindung zu sich selbst und seinem gesunden Körper- bzw. Bauchgefühl wieder herzustellen und dem zu vertrauen (anstatt alles zu verkopfen und irgendwelche Konzepte zum Heiligen Gral hochzustilisieren).

  11. Die Frage ist nur: was ist eine einseitig geführte Diskussion? Antwort: das ist, wenn A. Ferrantino hier seinen Senf abgibt, obwohl diese Diskussion schon seit über einem Jahr von niemandem mehr verfolgt wird!
    Gar nichts konnte A. Ferrantino goutieren, da seine Rezension auf Amazon von Amazon gelöscht wurde, wegen grober Beleidigung und unsachlichem Gebaren. Allein schon zu behaupten, dass es mir nicht um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung gehen würde, ist eine Frechheit sondergleichen. Denn ich habe sehr wohl versucht, möglichst seriös zu recherchieren und zu argumentieren. Erkennbar an meinen umfangreichen Quellenmaterial, das von A. Ferrantino einfach ignoriert wird.

  12. was mir hier im Vergleich zu Urgeschmack nicht gefällt ist der streitige Umgangston von beiden Seiten, sorry

  13. ich habe gelernt von Harvey Diamond, Dr. Ottfried Weise. Es kommt von der Linie von Norman Walker.

    Mit veganer Rohkost wurde ich zu dünn und ich war ständig am frösteln. Fühlte mich aber leicht und war davon überzeugt, Jedem mein Wissen mitteilen zu müssen 🙂

    Dann habe ich nach Dr. Bass gelebt. Auch wieder etwas tierisches gegessen. Immer zuerst Obst, dann Gemüse und dann das tierische .)

    2014 wurde bei mir eine NNS festgestellt. Verzweifelt suchte ich nach der Ursache und stieß auf die Seite von Jutta Bruhn und Steven Acuff.

    Morgens Misosuppe mit Ei oder Linsen. Fakt: zu jeder Mahlzeit Eiweiß, gutes Fett, viel Gemüse und korrekt zubereitetes Getreide(fermentiert, kein Weizen und gut gekaut)

    Es bekam mir sehr gut. Aber irgendwann konnte ich die Suppe und den Brei nicht mehr sehen.

    Jetzt lebe ich nach gusto, etwas nach Acuff, etwas nach Olschewski und Dr. Feil

    Gemeinsam raten diese Menschen zu mehr gutem Fett, mehr Eiweiß, weniger KH und viel Gemüse

    Dr. Feil empfiehlt Rohmilch, die anderen keine Milch

    beste grüße

    Andy

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