Ernährung und Gesundheit kontrovers

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

KetoKüche zum Genießen

| 4 Kommentare

Bei der  ketogenen  Ernährung ist alles anders als sonst: kein Brot, kein Zucker, keine Säfte, kaum Obst. Maximal 50 g Kohlenhydrate täglich sind erlaubt, dazu gibt es  viel Fett, Gemüse, Salate und eine angemessene Menge eiweißreicher Lebensmittel auf den Teller. Das bedeutet für die meisten Menschen, die diese Diät ausprobieren möchten, eine radikale Umstellung ihrer Gewohnheiten. Dass es trotzdem gut schmecken kann, zeigt das neue Buch, das ich zusammen mit der Hamburger Koch- und Gewürzexpertin Bettina Matthaei machen durfte: KetoKüche zum Genießen, erschienen im systemed Verlag. Die tollen Rezepte und die appetitlichen Fotos lassen einen glatt vergessen, dass man eine Diät einhält.

Autor: Ulrike Gonder

Diplom Oecotrophologin, Freie Wissenschaftsjournalistin, neugierig, kritisch, undogmatisch

4 Kommentare

  1. Hallo,
    Ich wurde durch meine Recherche im Internet auf Ihr Buch aufmerksam und haette einige Fragen zum Konzept. Wird mit dem Stoffwechsel von Ketonkörpern nicht eine ketoazidotische Stoffwechsellage begünstigt, die ja bei Patienten mit Diaebets Typ I eine befürchtete Komplikation ist und zum Schock führen kann? Wie kann diese Stoffwechsellage bei gesunden Menschen gesundheitsfördernd sein, wenn es bei Typ I Diabetikern so gefaehrlich ist?
    Weiterhin würde ich gerne erfahren, inwieweit sich Ihr Diaetkonzept das von der Dukan-Diaet unterscheidet. Ich habe naemlich mit der Dukan-Diaet sehr schlechte Erfahrungen gemacht (anhaltende Durchfaelle, Schwindel bis zur Ohnmacht), bin deswegen bei ketogenen Diaeten nun vorsichtig.
    Viele Grüsse,
    B. Agca

    • Hallo B. Agca,

      Ketose und Ketoazidose sind zwei verschiedene Dinge, das ist im Buch auch erklärt. Bei den genannten Problemen würde ich Ihnen empfehlen, eine qualifizierte Ernährungsberatung aufzusuchen, bevor Sie wild herumexperimentieren.

  2. Hallo Frau Gonder,
    Ich habe nun endlich die Möglichkeit gefunden, Ihr Buch zu lesen. Den Informationsteil über die ketogene Ernaehrung fand ich sehr gut gemacht, die Tabelle mit den Kohlenhydratmengen der Lebensmittel hinten finde ich sehr praktisch.
    Sie haben in Ihrem Buch geschrieben, dass viele Aerzte den Unterschied zwischen Ketose und Ketoazidose nicht kennen. Da muss ich Ihnen leider voll zustimmen, ich bin selber Medizinstudentin kurz vor dem Abschluss und ich muss zugeben, mir ist das immer noch nicht ganz klar und bis jetzt konnte mir niemand das so eindeutig erklaeren. Deswegen waere ich sehr dankbar, wenn Sie es mir kurz erlaeutern würden.
    Nun wenn jemand in der Ketose ist, ist das doch meiner Auffassung nach genau dieselbe Stoffwechsellage von Typ 1 Diabetikern, sie können ja mangels Insulin die Glucose nicht verwerten und der Körper greift auf die Fettreserven bzw. die durch die Nahrung hinzugefügten Fette zurück und bildet daraus Ketonkörper. Sie haben ja genauso Ketonkörper im Urin, und riechen nach Aceton und verlieren Wasser und Salz über die Nieren, wie in Ihrem Buch für die Ketose beschrieben ist. Erst wenn ihr Stoffwechsel entgleist, geraten Sie in die Ketoazidose. Wie ist es bei gesunden Menschen gewaehrleistet, dass sie durch die Ketose keine Stoffwechselentgleisung bekommen? Oder anders formuliert, inwieweit ist die gesunde Ketose von der nicht entgleisten Stoffwechsellage der Typ 1 Diabetiker zu unterscheiden?
    Ich kann natürlich verstehen, dass eine detallierte Erlaeuterung von dieser Frage den Rahmen Ihres Buches sprengen würde und viele Leser vielleicht nicht interessieren würde, deswegen nutze ich die Gelegenheit, dieser Frage hier los zu werden.
    Vielen Dank,
    B. Agca

    • Da ich sehr in Eile bin, nur eine ganz kurze Antwort: Bei der KetoAZIDOse sind die Ketonkörperspiegel mindestens 10fach höher als bei der physiologischen Ketose, die bei jedem Fasten auftritt und der Menschheit seit jeher das Überleben gesichert hat. Ketose ist eine normale Stoffwechsellage, Ketoazidose ist eine stoffwechselentgleisung. Zucker im Blut ist ja auch nur unter- und oberhalb bestimmter Grenzen problematisch.

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