Ernährung und Gesundheit kontrovers

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

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10 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Gonder,
    jetzt, nach dem lesen ihres Lebenslaufs und ihrer bisher veröffentlichten Bücher ist mir ihre Haltung bezüglich Veganern klar geworden.
    Ich selbst bin erst durch vegane Ernährung gesund geworden. Nach einem Burn-out und katastrophalen Blutwerten. Vitamin B12 Mangel anzuführen ist das lächerlichste Argument die vegane Ernährung zu verdammen. Ein bisschen Erde am Gemüse lassen und der Mangel ist erledigt.
    Eine liebe Kollegin von mir hat Knochenkrebs. Sie hat sich schön und brav nach Ketogener Diät ernährt und auch immer brav ihren Quark mit Leinöl gegessen.
    Ich gönne ihnen wirklich ihren Erfolg. Aber ihre Prägung durch die Landwirtschaftskammer berechtigt sie nicht die vegane Ernährung schlecht zu machen. Wenn Sie mal eine Ernährungstudie lesen wollen, die nicht durch die Fleisch- Milch- oder Eierindustrie bezahlt wurde, dann lesen Sie doch mal die „China Study“ von Prof. Dr. Campbell.
    Unter http://www.provegan.info von Dr. med. Ernst Walter Henrich finden sie sauber recherchierte Informationen zur veganen Ernährung.
    Der Mensch ist von seiner Anatomie kein Fleischesser. Ich habe ein Pflanzenessergebiss, einen Pflanzendarm, Hände mit Fingern (keine Pranken oder Krallen) und vergleiche mich eher mit einem Gorilla (Pflanzen- und Nüssefresser) als mit einem Fleischfressenden Tier. Ohne Hilfsmittel könnte der Mensch kein Tier töten und verspeisen.
    Leider werde ich ihre Einstellung nicht ändern können, da sie offensichtlich sehr von der Fleischmafia geprägt wurden.
    Die Zukunft gehört aber den aufgeklärten Menschen, die sich nicht durch, von der Millardenindustrie bezahlten Studien, beeinflussen lassen.
    Mein Kommentar zum Buch „Ethisch Essen mit Fleisch“ und zum Bericht über vegane Ernährung vom 20./21. 07 im Pfälzischen Merkur wurde am Dienstag, 30.07. als Leserbrief (unvollständig) auf Seite 4 veröffentlicht.
    Herzliche energetische Grüße
    Matthias Hof

    • Sehr geehrter Herr Hof,

      es ist schon kurios, was Sie da alles schreiben. Ich bin von der Landwirtschaftskammer und der Fleischmafia geprägt? Wie kommen Sie darauf, so etwas zu behaupten? Weil ich mal bei einer LWK gearbeitet habe? Deswegen ist alles, was ich zum Thema Veganismus schreibe, „gekauft“? Wieso habe ich dann gekündigt und bin die letzten 20 Jahre nicht gleich dageblieben? Schon abenteuerlich, Ihre Anmaßungen. Und wieso gehen Sie davon aus, dass ich die (wissenschaftlich nicht sehr prickelnde) „China-Study“ von Campbell nicht gelesen habe? Außerdem: Ich verdamme keineswegs den Veganismus. Es steht doch jedem Menschen frei, sich so zu ernähren, wie er es für richtig hält. Ich leugne auch nicht, dass diese Ernährungsform dem einen oder anderen geholfen hat und dass es tolle, leckere vegane Gerichte gibt. Ich bin gegen Tierquälerei, gegen Umweltverschmutzung und gegen Fleischberge auf dem Teller und finde auch, dass gegen alles das etwas getan werden muss. Wogegen ich mich wende, ist die Attitüde jener Vegetarier und Veganer, die sich für die besseren Menschen halten, die alle anderen für „gekauft“ halten und gegen jene, die ohne Beleg behaupten, die vegane Ernährung sei die gesündeste. Dazu würde ich gerne mal belastbare Zahlen sehen. Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit der „China-Study“.

      Mit besten Grüßen, Ulrike Gonder

  2. Sehr geehrte Frau Gonder,

    herzlichen Dank für Ihre Antwort. Entschuldigung, aber ich möchte nicht radikal wirken. Aber die Fakten über Tierhaltung und wie Menschen Müll in sich hineinstopfen macht mich manchmal zornig.
    Hier unter diesem Link finden Sie noch 50 Studien (ohne China Study), mit hoffentlich belastbaren Zahlen.
    http://www.provegan.info/de/studien/kategorie/studien-fleisch/
    Herzliche energetische Grüße
    Matthias Hof

  3. Und? Haben Sie die Studien schon durch? 😉 Mich würde ein Resumée ihrerseits sehr interessieren. Aus meiner Sicht ist Wisschenschaft mittlerweile ein Politikum – jeder kann sich eine Studie aussuchen, um Thesen zu untermauern. Im Fall Veganismus verlasse ich mich lieber auf mein Gewissen und muss mir das nicht „ethisch“ schön reden.

    • Hallo Marco, ich habe die Seite durchgeblättert, aber hatte noch nicht die Zeit, alles zu lesen. Viele der dort referierten Studien kenne ich jedoch. Nach meinem ersten Eindruck ist das aber eben nur die eine Seite der Medaille. Beispielsweise werden Studien, die keine erhöhten Risiken fanden, nicht zitiert. Man sucht sich also nur aus, was ins Konzept passt. Da es viele Studien gibt, kann sichjeder aussuchen, was ihm (oder ihr) passt. Aber wer sich intensiv mit der Materie beschäftig, bekommt m.E. schon ein runderes Bild. Aber es ist komplex, zumal beim Thema Fleischessen eben nicht nur Fakten, sondern auch Emotionen eine Rolle spielen.

  4. Sehr geehrte Frau Gonder,

    als Bahnfahrer und Vegetarier habe ich mit großem Interesse das „Meat Magazin“ gelesen, welches gerade in vielen Schnellzügen der deutschen Bahn kostenlos ausliegt. Dabei bin ich auf Ihren Artikel „Gut, gesund und nachhaltig: Fleisch gehört dazu“ gestoßen. Besonders interessant fand ich die Infobox auf Seite 31, darin schreiben Sie:

    „Wussten Sie, dass die häufig zitierten 16 Kilo Getreide, die man angeblich für ein Kilo Rindfleisch benötigt, ein Mythos sind? Mit dieser Getreidemenge im Trog würde ein Rind an Pansen-Übersäuerung zugrunde gehen. Hierzulande bekommen Mastbullen rund zwei Kilo Getreide täglich als Kraftfutterzulage zu Heu und Silage. Damit nehmen sie etwa drei Pfund täglich zu.“

    Leider verstehe ich nicht, wie Ihre Begründung untermauern soll, dass es sich bei dem Produktionsverhältnis um einen Mythos handeln würde. Völlig unabhängig davon, ob das Verhältnis 16:1 den korrekten Wert darstellt: Inwiefern spielt es eine Rolle, dass eine Kuh keine 16 Kilo Getreide am Tag verzehren kann? Könnten Sie mir das bitte noch einmal ausführlicher erläutern.

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
    Dominik Kroner

    • Hallo Herr Kroner,

      danke für Ihr Feedback. Ich dachte eigentlich, das Ganze erklärt sich von selbst. Der Mythos ist das Verhältnis von 16:1, es wird ja immerzu als Argument gegen den Fleischkonsum verwendet. Die Idee: dieses Getreide könnten wir besser direkt verzehren. Dabei wird jedoch vergessen, dass 1. Rinder so viel Getreide gar nicht vertragen würden, dass 2. Rinder gar kein Getreide fressen müssen und dass sie 3. oft Getreide bekommen, das für die menschliche Ernährung gar nicht geeignet ist. Gruß, UG

  5. Liebe Frau Gonder,
    ich bin niedergelassener Allgemeinmediziner, zunehmendend angetan von der KetoKüche. Gerne würde ich von Fortbildungen erfahren. Können Sie mir weiterhelfen?
    Vielen Dank

    • Lieber Herr Schilling, danke für Ihr Interesse. Viel gibt es da noch nicht, aber am 22.3. findet in Würzburg ein Minisymposium über ketogene Ernährung statt:

      Minisymposium: Ketogene Ernährung als (Supportiv)-Therapie bei verschiedenen Erkrankungen: Grundlagen, erste Studien
      und praktische Umsetzung. Samstag, 22.03.2014 9.00 – 17.00 Uhr
      im Hörsaal des Physiologischen Instituts der Universität Würzburg,
      Röntgenstrasse 9, 97080 Würzburg
      Programm:
      9:00-9:15 Begrüßung
      9:15-10:00 Grundlagen (Physiologie/Biochemie) der ketogenen Diät
      + Überblick historische Entwicklung
      Ulrike Kämmerer, Prof. Dr. rer. hum. biol. (Universitätsklinikum Würzburg)
      10:00-10:45 Ketogene Diäten bei pharmakoresistenten Epilepsien –
      Indikation, Erfolge und Langzeit-Effekte
      Jörg Klepper, Prof. Dr. med. (Klinikum Aschaffenburg)
      10:45-11:15 Pause
      11:15-12:00 Ketone als Therapieansatz bei Demenzerkrankungen:
      Hypothesen und erste Berichte in der Literatur
      Ulrike Gonder, Dipl. oec. troph. (Hünstetten)
      12:00-12:45 Ketonkörper vermittelte Effekte bei Multipler Sklerose – Wo stehen wir?
      Ergebnisse der IGEL-Studie zum intermittierenden Fasten und zur
      ketogenen Ernährung nach glykämischer Ladung.
      Markus Bock, Dr. med. (Charité-Universitätsmedizin Berlin)
      12:45-13:45 Mittagspause
      13:45-14:30 Ketogene Diät beim Glioblastom: Präklinische und erste klinische Daten
      Johannes Rieger, PD Dr. med. (Universitätsklinikum Frankfurt)
      14:30-15:15 Die ketogene Diät in der Kritik – Gegenargumente wissenschaftlich bewertet
      Christoph Otto, Prof. Dr. rer. nat. (Universitätsklinikum Würzburg)
      15:15-15:45 Pause
      15:45-16:30 Praktische Umsetzung der ketogenen Diät für Betroffene.
      Tipps + Tricks aus der langjährigen Praxis
      Susanne Reidelbach, Diätassistentin (KOLIBRI-Studie Bad Kissingen)
      16:30 – 17:00 Fragen – Diskussionen – „Take home“- Message

      Unkostenbeitrag incl. Verpflegung: 5,00 €/Teilnehmer, Tageskasse
      Um Anmeldung (bis 20.03.2014) wird gebeten über: anmeldung@keto-bei-krebs.de

      Beste Grüße, Ulrike Gonder

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