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Fette und Cholesterin: Nicht jeder reagiert gleich

Es tut sich was – ENDLICH! Es erscheinen jetzt nach und nach immer mehr Artikel in der Fachpresse, die sich ernsthaft mit den Kontroversen rund um das Thema gesättigte Fette (reichlich in Butter, Käse, Kokos, Fleisch, aber eben auch in Junk-Food), Cholesterinspiegel und Herz-Gefäß-Erkrankungen befassen. Bislang gab es fast nur Lagerkampf. Entweder man war gegen gesättigte Fettsäuren bzw. Cholesterin im Essen, weil sie das LDL-Cholesterin steigern (können) und so angeblich krank machen. Oder man war dafür, weil zumindest die natürlichen Lieferanten (Butter, Käse, Kokos, Fleisch) hochwertige, nährstoffreiche Lebensmittel sind, denen nie eine krankmachende Wirkung nachzuweisen war (auch wenn manche Vertreter der sog. Planetary-Health-Diet gerne das Gegenteil behaupten und ihr Junk-Food genau mit diesem Argument verkaufen wollen).

Wer ein bisschen Lebenserfahrung hat weiß, dass es selten so schwarz-weiß ist – zumal bei so etwas Individuellem wie dem Essen und dem, was der Körper daraus macht. Deswegen ist es sehr erfreulich, dass nun die Argumente und Fakten dargelegt und diskutiert werden, die die Kontroversen erklären helfen und Lösungswege aufzeigen. Dies tut auch eine neue Übersichtsarbeit, die nach den Gründen für die Diskrepanzen in der Cholesterin-Fett-Diskussion suchte – und fündig wurde!

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Keto für gesunde Frauen gefährlich?

Die ketogene Ernährung als eine fettbetonte Ernährungsweise stößt auf viele Vorbehalte. Zumal bei keto in der Regel weder von tierischen Fettquellen noch von gesättigten Fettsäuren abgeraten wird. Eine schwedische Studie scheint jetzt den Skeptikern recht zu geben, denn bei jungen, gesunden Frauen, veränderten sich praktisch alle Kennzahlen des Fettstoffwechsels ungünstig, nachdem sie sich 4 Wochen lang ketogen ernährt hatten. Spannende Geschichte …

Was war passiert? Um die Auswirkungen einer ketogenen Ernährung auf junge gesunde Frauen zu untersuchen, rekrutierten die Wissenschaftler an der Universität in Umeå 24 Studentinnen, die jeweils 4 Wochen lang nach den Vorgaben der Schwedischen Ernährungsgesellschaft (44 En% Kohlenhydrate, 33 En% Fett, 19 En% Protein) essen sollten und 4 Wochen lang streng ketogen (4 En% Kohlenhydrate, 77 En% Fett, 19 En% Protein). Damit das klappt, bekamen sie während der „Diätphasen“ alle Mahlzeiten gestellt. Zwischen den beiden Testphasen, die jede Probandin durchlief, lagen 15 Wochen mit ihrer gewohnten Ernährung. 17 Studentinnen beendeten die Studie, es gab also 7 Ausfälle, alle während der Keto-Phase.

Nach den 4 ketogenen Wochen hatten sich praktisch alle Fettstoffwechselwerte der jungen Frauen negativ verändert, vor allem auch das LDL-Cholesterin, das Apo B und die kleinen, dichten LDL-Partikel; das HDL war nur wenig gestiegen. Die Autoren warnen daher gesunde Frauen vor einer solchen (!) ketogenen Ernährung, insbesondere vor einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose aufgrund des erhöhten LDL-Cholesterins.

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