Ernährung und Gesundheit kontrovers

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

Ketogene Ernährung wird gesellschaftsfähig

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Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Als sehr stark kohlenhydratreduzierte, fettbetonte Diät galt die ketogene Ernährung bis vor kurzem noch als gefährlich, abstrus oder weit hergeholt. Doch das ändert sich gerade: Die ketogene Ernährung wird gesellschaftsfähig, und zwar in atemberaubendem Tempo.

So titelte letzte Woche das Deutsche Ärzteblatt „Diabetes: Weniger Kohlenhydrate, weniger Insulin“ und druckte einen Artikel mit dem denkwürdigen Artikel „Dein Freund: der Ketonkörper“ ab. Das ist im Zusammenhang mit Diabetes eine Art Revolution, denn bislang fürchteten Diabetologen bei ihren Patienten das Vorkommen von Ketonen im Blut sehr. Es hängt damit zusammen, dass sie in sehr (!) großen Mengen zu einer lebensgefährlichen Ketoazidose führen. Dass sie in geringen Mengen jedoch extrem hilfreich sind und dass eine ketogene Ernährung nichts mit der gefürchteten Stoffwechselentgleisung zu tun hat, wurde dabei lange übersehen.

Das ändert sich jetzt, nicht nur, aber auch aufgrund der Daten der Virta-Studie und der klaren Worte, der Studienautorin Sarah Hallberg. Mit ihrem Team hatte sie Typ-2-Diabetiker ein Jahr lang intensiv betreut und ihnen unter anderem eine ketogene Diät mit maximal 30 g Kohlenhydraten sowie 3 bis 5  Portionen stärkearmer Gemüse täglich empfohlen, dazu eingangs ein Multivitaminpräparat, Vitamin D3 und Omega-3-Fettsäuren. Im Gegensatz zu den Diabetikern, die „wie üblich“ behandelt und beraten wurden, verbesserten sich bei den ketogen ernährten Patienten unter anderem der Langzeitzucker, sie nahmen 12 % an Gewicht ab und konnten fast alle Medikamente, auch Insulin, absetzen. Diese Erfolge brachte Sarah Hallberg in einem anderen Artikel so auf den Punkt: „Den Typ-2-Diabetes abzuwenden beginnt damit, die bisherigen Leitlinien zu ignorieren“.

Inzwischen empfiehlt auch die amerikanische Diabetes Association (ADA) keine fettarme, kohlenhydratreiche Diät mehr: In ihren neuen Leitlinien rät sie vielmehr zu einer individualisierten Ernährung mit geringer glykämischer Last, womit letztlich auch eine ketogene Diät legitimiert ist.

Neues Buch und Keto-Seminar

Der Keto-Kompass, das deutschsprachige Standardwerk

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Wer sich ausführlich, aktuell und auf deutsch zum Thema Ketone, Ketose und ketogene Ernährung informieren möchte, dem sei mein neues Buch „Der Keto-Kompass“ empfohlen. Ich habe ihn zusammen mit drei weiteren Keto-erfahrenen und Keto-begeisterten Ko-Autorinnen geschrieben: mit Julia Tulipan aus Wien, mit Marina Lommel aus München und mit Dr. Brigitte Karner aus Freiburg.

Kolleginnen und Kollegen, die sich im Rahmen eines Seminars über die ketogene Ernährung informieren wollten, konnten dies am 12. November im Freiraum in Zülpich tun, wo wir einen ganzen Tag zur Verfügung hatten, um dieses spannende Thema ausführlich zu besprechen. Bitte gerne Kontakt mit mir aufnehmen, damit es auch  2019 Seminare geben wird.

Autor: Ulrike Gonder

Diplom Oecotrophologin, Freie Wissenschaftsjournalistin, neugierig, kritisch, undogmatisch

4 Kommentare

  1. Moin Frau Gonder,
    ich bin jetzt schon unheimlich auf den „Kompass“ gespannt. Letzte Woche bestellt, jetzt heißt es warten…
    Danke für Ihre Arbeit!
    Gruß aus dem Norden
    Alexandra Bienert

  2. Was in den skandinavischen Ländern schon länger angekommen ist, kommt nun auch in Deutschland an: Low Carb High Fat (LCHF) ist nicht nur im Trend, sondern findet jetzt auch in den grundlegende Einzug in die klassischen Ernährungslehre!
    Gut so!

  3. Hallo Frau Kunkel, vielen Dank für Ihr positives Feedback zum Keto-Kompass. Mit der Ratio 2 : 1 können Sie abnehmen, was Sie dabei beachten sollten, ist auf den Seiten 160 und 161 im Buch genau beschrieben. Viel Erfolg!

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