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Bei wem Low-Carb das LDL steigen lässt

Bildquelle: Canva proWer weniger Kohlenhydrate isst, kann seine Lipidwerte (LDL, HDL, Triglyzeride) deutlich verbessern, vor allem, wenn sie vorher nicht gut waren. Aber, wie z. B. hier berichtet, reagiert jeder anders auf Ernährungsumstellungen. So kommt es auch vor, dass die LDL-Werte ansteigen, teilweise sogar deutlich. Warum ist das so? Was bedeutet das? Und was lässt sich dagegen tun? Die Arbeitsgruppe um Prof. David Ludwig, einem langjährigen Verfechter und Entwickler kohlenhydratreduzierter Kostformen von der Medizinischen Fakultät der Harvard Universität in Boston, ging diesen Fragen jetzt nach.

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Ist das französische Paradoxon tot?

Das französische Paradoxon besagt, dass es in Frankreich trotz des relativ hohen Konsums an gesättigten Fettsäuren in From von Butter, Fleisch, Eiern und Käse seltener als in anderen Ländern zu Herz- und Gefäßerkrankungen kommt. Eigentlich ist das gar kein Paradoxon. Doch weil viele überzeugt waren (und bis heute teilweise sind), dass die genannten Grundlebensmittel schädlich für Herz und Gefäße seien, wurde es zu einem feststehenden Begriff. Heute soll es nicht darum gehen, dass man den Weinkonsum für die positiven Effekte der französischen Esskultur verantwortlich macht. Es soll vielmehr um einen Tweet zu einer neuen Auswertung der großen europäischen EPIC-Studie gehen, der den Anschein erweckt, das französische Paradoxon sei tot.

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Low-Carb: rundum besseres Lipidprofil

Quelle: Canva proDer Einfluss unseres Essens auf die Blutlipide bleibt ein heißes Thema! Wobei ich gar nicht mehr vom “guten” oder “bösen Cholesterin” sprechen möchte, denn letztlich geht es ja um die Transporteure (Lipoproteine), die Cholesterin und andere fettlösliche Substanzen wie ein Taxi im Körper hin und her transportieren, und um das, was mit den “Fahrgästen” in diesen Taxis an den verschiedenen Zielorten (Gefäßwand, Blut) geschieht. Seit einiger Zeit streiten die Gelehrten nun darüber, was wichtiger für das Risiko von Herz- und Gefäßerkrankungen ist: Nur die Anzahl bestimmter Taxis (ApoB-tragende Partikel)? Oder doch ihre Größe und die Art ihrer Fahrgäste (Lipidzusammensetzung)? Darum geht es in zwei neuen Studien.

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Fake-News zu “pflanzenbasierter” Ernährung

Bildquelle: Canva pro

Eine “pflanzenbasierte” Ernährung ist zurzeit mega-in: Sie gilt als gesund, nachhaltig und gut für die Tierwelt. Sie soll vor Herzinfarkten und Diabetes und neuerdings sogar vor schweren COVID-19-Verläufen schützen. Also Hände weg vom Steak und Gurkensalat statt Impfung? Es lohnt sich, hier genauer hinzuschauen!

 

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Fette und Cholesterin: Nicht jeder reagiert gleich

Es tut sich was – ENDLICH! Es erscheinen jetzt nach und nach immer mehr Artikel in der Fachpresse, die sich ernsthaft mit den Kontroversen rund um das Thema gesättigte Fette (reichlich in Butter, Käse, Kokos, Fleisch, aber eben auch in Junk-Food), Cholesterinspiegel und Herz-Gefäß-Erkrankungen befassen. Bislang gab es fast nur Lagerkampf. Entweder man war gegen gesättigte Fettsäuren bzw. Cholesterin im Essen, weil sie das LDL-Cholesterin steigern (können) und so angeblich krank machen. Oder man war dafür, weil zumindest die natürlichen Lieferanten (Butter, Käse, Kokos, Fleisch) hochwertige, nährstoffreiche Lebensmittel sind, denen nie eine krankmachende Wirkung nachzuweisen war (auch wenn manche Vertreter der sog. Planetary-Health-Diet gerne das Gegenteil behaupten und ihr Junk-Food genau mit diesem Argument verkaufen wollen).

Wer ein bisschen Lebenserfahrung hat weiß, dass es selten so schwarz-weiß ist – zumal bei so etwas Individuellem wie dem Essen und dem, was der Körper daraus macht. Deswegen ist es sehr erfreulich, dass nun die Argumente und Fakten dargelegt und diskutiert werden, die die Kontroversen erklären helfen und Lösungswege aufzeigen. Dies tut auch eine neue Übersichtsarbeit, die nach den Gründen für die Diskrepanzen in der Cholesterin-Fett-Diskussion suchte – und fündig wurde!

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Keto und Darmflora: gute Nachrichten

In dieser Meldung möchte ich von einem Mini-Review berichten, das sich mit dem  Einfluss einer fettreichen und/oder ketogenen Ernährung auf die Darmflora beschäftigt und was dies für unsere Gesundheit bedeutet. Diese Arbeit gehört zum Spannendsten, was ich in den letzten Wochen gelesen habe – und  zudem ist sie auch noch schön zu lesen, was man ja nicht von allen wissenschaftlichen Abhandlungen behaupten kann. Die Autoren kritisieren das herkömmliche Design von Studien, die Einflüsse fettreicher Kostformen auf die Darmflora untersuchen, und deren Interpretation. Zugleich zeigen sie evolutionär sinnvollere Erklärungsmöglichkeiten auf.

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Verzweifelt gesucht: Imitate tierischer Fette

Pflanzenbasierte Fleisch- und Milchimitate wollen offenbar nicht so lecker schmecken wie die tierischen Originale. Andererseits ist es erklärtes Ziel von Unilever, künftig mit diesen Lebensmittel-Imitaten (Fake-Foods) Umsätze in Höhe von 1 Milliarde Euro zu erzielen – jährlich! So ein Dilemma aber auch. Der Ausweg: Man beauftragt Start-ups, Tierische-Fett-Imitate zu entwickeln, z. B. Bacon-Imitate, die sich in der Pfanne so verhalten wie echter Schweinebauch. Dem französischen Start-up 77 Foods ist nun offenbar ein Durchbruch gelungen …

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Keto für gesunde Frauen gefährlich?

Die ketogene Ernährung als eine fettbetonte Ernährungsweise stößt auf viele Vorbehalte. Zumal bei keto in der Regel weder von tierischen Fettquellen noch von gesättigten Fettsäuren abgeraten wird. Eine schwedische Studie scheint jetzt den Skeptikern recht zu geben, denn bei jungen, gesunden Frauen, veränderten sich praktisch alle Kennzahlen des Fettstoffwechsels ungünstig, nachdem sie sich 4 Wochen lang ketogen ernährt hatten. Spannende Geschichte …

Was war passiert? Um die Auswirkungen einer ketogenen Ernährung auf junge gesunde Frauen zu untersuchen, rekrutierten die Wissenschaftler an der Universität in Umeå 24 Studentinnen, die jeweils 4 Wochen lang nach den Vorgaben der Schwedischen Ernährungsgesellschaft (44 En% Kohlenhydrate, 33 En% Fett, 19 En% Protein) essen sollten und 4 Wochen lang streng ketogen (4 En% Kohlenhydrate, 77 En% Fett, 19 En% Protein). Damit das klappt, bekamen sie während der “Diätphasen” alle Mahlzeiten gestellt. Zwischen den beiden Testphasen, die jede Probandin durchlief, lagen 15 Wochen mit ihrer gewohnten Ernährung. 17 Studentinnen beendeten die Studie, es gab also 7 Ausfälle, alle während der Keto-Phase.

Nach den 4 ketogenen Wochen hatten sich praktisch alle Fettstoffwechselwerte der jungen Frauen negativ verändert, vor allem auch das LDL-Cholesterin, das Apo B und die kleinen, dichten LDL-Partikel; das HDL war nur wenig gestiegen. Die Autoren warnen daher gesunde Frauen vor einer solchen (!) ketogenen Ernährung, insbesondere vor einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose aufgrund des erhöhten LDL-Cholesterins.

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