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Fette und Cholesterin: Nicht jeder reagiert gleich

Es tut sich was – ENDLICH! Es erscheinen jetzt nach und nach immer mehr Artikel in der Fachpresse, die sich ernsthaft mit den Kontroversen rund um das Thema gesättigte Fette (reichlich in Butter, Käse, Kokos, Fleisch, aber eben auch in Junk-Food), Cholesterinspiegel und Herz-Gefäß-Erkrankungen befassen. Bislang gab es fast nur Lagerkampf. Entweder man war gegen gesättigte Fettsäuren bzw. Cholesterin im Essen, weil sie das LDL-Cholesterin steigern (können) und so angeblich krank machen. Oder man war dafür, weil zumindest die natürlichen Lieferanten (Butter, Käse, Kokos, Fleisch) hochwertige, nährstoffreiche Lebensmittel sind, denen nie eine krankmachende Wirkung nachzuweisen war (auch wenn manche Vertreter der sog. Planetary-Health-Diet gerne das Gegenteil behaupten und ihr Junk-Food genau mit diesem Argument verkaufen wollen).

Wer ein bisschen Lebenserfahrung hat weiß, dass es selten so schwarz-weiß ist – zumal bei so etwas Individuellem wie dem Essen und dem, was der Körper daraus macht. Deswegen ist es sehr erfreulich, dass nun die Argumente und Fakten dargelegt und diskutiert werden, die die Kontroversen erklären helfen und Lösungswege aufzeigen. Dies tut auch eine neue Übersichtsarbeit, die nach den Gründen für die Diskrepanzen in der Cholesterin-Fett-Diskussion suchte – und fündig wurde!

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Verzweifelt gesucht: Imitate tierischer Fette

Pflanzenbasierte Fleisch- und Milchimitate wollen offenbar nicht so lecker schmecken wie die tierischen Originale. Andererseits ist es erklärtes Ziel von Unilever, künftig mit diesen Lebensmittel-Imitaten (Fake-Foods) Umsätze in Höhe von 1 Milliarde Euro zu erzielen – jährlich! So ein Dilemma aber auch. Der Ausweg: Man beauftragt Start-ups, Tierische-Fett-Imitate zu entwickeln, z. B. Bacon-Imitate, die sich in der Pfanne so verhalten wie echter Schweinebauch. Dem französischen Start-up 77 Foods ist nun offenbar ein Durchbruch gelungen …

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Gesättigte Fette: weg vom Nährstoff, hin zum Lebensmittel

Butterstück mit Rasierklinge
Lebensmittel, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, wurden lange zu Unrecht diskriminiert

Lebensmittel, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, wie Milchfett oder Kokosöl, werden aus diesem Grund oft als ungesund eingestuft. Sie sollen das „böse“ LDL-Cholesterin erhöhen und auf diesem Weg zu Herz- und Gefäßkrankheiten wie Arteriosklerose und Infarkt führen. Belastbare Belege gibt es dafür nicht. Dennoch halten viele Fachgesellschaften, so auch die deutsche Ernährungsgesellschaft, an einer Obergrenze für gesättigte Fettsäuren in Ihren Ernährungsempfehlungen für die Allgemeinheit fest. Jetzt kommt endlich Bewegungen den festgefahrenen Streit um die gesundheitliche Bewertung dieser Fettbausteine, endlich werden die gesättigten Fette weiter rehabilitiert: Ein wissenschaftliches Symposium brachte kürzlich renommierte Forscher zusammen, um die gesättigten Fettsäuren bzw. die Lebensmittel, die sie enthalten,  differenzierter zu betrachten. Die Schlüsse, die daraus gezogen wurden (Astrup, A et al., JACC in press), lassen aufhorchen. Sie sollten meines Erachtens auch in Deutschland Anlass zur Überarbeitung der Ernährungsempfehlungen geben.

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Weniger Transfettsäuren, mehr Gesundheit

Manchmal erfahre ich selbst nicht gleich, wenn ein neuer Artikel von mir erscheint. Dieser erschien bereits vor 4 Wochen in der Saarbrücker Zeitung - und er ist natürlich noch aktuell: Transfette Saarbrücker Zeitung 16. März 2018

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Keine Evidenz für fettarme Milch!

Wer kennt nicht  die Empfehlung, Milch und Milchprodukte nur in ihren fettreduzierten Varianten zu verzehren? Praktisch alle Ernährungsorganisationen und viele Berater tun es, meist mit der Begründung, so spare man überflüssige Kalorien und unerwünschte gesättigte Fettsäuren ein. Ziel dieser weit verbreiteten Maßnahme ist es,  Gewichtszunahmen zu verhindern, Gewichtsabnahmen zu fördern sowie Herz und Gefäße gesund zu halten. Soweit die Theorie.

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Sonnenblumenöl statt Butter? Lieber nicht!

Zumindest für mittelalte männliche Herzpatienten könnte der noch immer übliche Rat, gesättigte Fette tierischen Ursprungs durch Pflanzenöl oder Pflanzenmargarine zu ersetzen, sehr gefährlich sein. Und die Erkenntnis ist nicht einmal neu: Sie entstammt zwar einer brandaktuellen Publikation im British Medical Journal (Ramsden, et al.), doch die zugrunde liegenden Daten sind bereits seit den frühen 1970er Jahren  vorhanden – allerdings wurden sie so nie veröffentlicht.

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MEHR FETT!

Am 10.11.2010 erschien im systemed Verlag mein neues Fettbuch, das ich zusammen mit meinem geschätzten Kollegen Dr. Nicolai Worm verfasst habe: MEHR FETT! Warum wir mehr Fett brauchen, um gesund und schlank zu sein. Liebeserklärung an einen zu Unrecht verteufelten…

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