Ernährung und Gesundheit kontrovers

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

6. Januar 2016
von Ulrike Gonder
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Das Thema Hirngesundheit ist angesichts der demografischen Entwicklung und der steigenden Zahl an Demenzerkrankungen spannender als je zuvor – die Ernährung natürlich auch. Welche Rolle sie spielen kann und welchen Beitrag Kokosöl dabei leisten kann, habe ich für die Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin zusammengefasst: KokosHirnOM10.1055-s-0035-1547592

28. Oktober 2015
von Ulrike Gonder
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Es geht um die Wurst

Ist  Wurst  so gefährlich wie Rauchen oder Asbest? Zu diesem Schluss könnte kommen, wer die Schlagzeilen der letzten Tage nur überflogen hat. Ursache des Blätterrauschens: Die französische IARC, quasi die Abteilung Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation WHO, hat in einer Pressemeldung einen Experten-Bericht angekündigt, der den Konsum von verarbeitetem Fleisch als krebserregend für den Menschen einstuft und den Verzehr von rotem Fleisch als wahrscheinlich krebserregend. Auch das Fachblatt Lancet Oncology kündigte den IARC-Bericht an. Weiterlesen →

29. Juni 2015
von Ulrike Gonder
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Essen und Stress

Bei Stress auch noch über das Essen nachdenken? Was für viele grausam klingt, verspricht jedoch Abhilfe. Denn gerade im Stress braucht der Körper eine gute Ernährung. Warum das so ist und wie es sich relativ einfach umsetzen lässt, steht in meinem aktuellen Artikel in der Saarbrücker Zeitung vom 26.6.2015. Hier der Link zur pdf-Datei: SaarbZStressEssenSZ-20150626-DWOH_4-S26.

9. März 2015
von Ulrike Gonder
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Mehr Fett, Freispruch für Vollmilch und Ei

Ende Februar luden mehrere Fettfachgesellschaften zur Fortbildung nach Frankfurt ein. Das war ein sehr interessantes Meeting, denn endlich wurden auch dort wenigstens Teile all der Erkenntnisse der letzten Jahre vorgetragen, die das Ende der Kohlenhydrat-Ära eingeläutet haben. Interessant war auch, wie man damit umgeht: Man fand es „ungünstig für die Ernährungsberatung“. Das lässt tief blicken.

Zudem passiert jetzt genau das, was immer passiert, wenn ein Dogma fällt: Nachdem die fettarme, kohlenhydratreiche Ernährung lange mit Zähnen und Klauen verteidigt wurde, hört man nun immer öfter, man möge bitte keine Fette durch Kohlnehydrate ersetzen. Natürlich sagt jetzt keiner mehr dazu, dass dies 40 Jahre lang genau die Empfehlung der Fachgesellschaften war. Das heißt: Das Dogma „fettarm, kohlenhydratreich“ fällt nun endlich auch „offiziell“  – es sagt nur noch keiner. So finden sich die „neuen“ Erkenntnisse auch noch nicht in der Umsetzung der neuen Fettleitlinie der DGE – noch nicht!

Wie man die Empfehlung „Mehr Fett“ noch verpackt und wie man um den Freispruch für Vollmilch und Ei noch herumeiert, kann in meinem Artikel über die Fortbildung in Sachen Fett, Herz und Gefäße für Ernährungswissenschaftler und Ernährungsmediziner in der Saarbrücker Zeitung (SaarbZ-FetttagungMärz2015) nachgelesen werden.

6. Februar 2015
von Ulrike Gonder
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Gesättigte Fettsäuren auch für Herzpatienten unproblematisch

Es spricht sich auch in der Wissenschaftlergemeinde allmählich herum, dass die gesättigten Fettsäuren etwa aus Vollmilch, Butter oder Fleisch doch nicht das bewirken, was man ihnen jahrzehntelang nachsagte: Sie bringen die Leute nicht um und machen auch keinen Herzinfarkt. Norwegische Forscher (Puaschitz et al., J Nutr 2015;145:299-305) haben nun erstmals bei Herzpatienten, die nach den aktuellen Regeln behandelt werden (Statine), untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Krankheitsverlauf und dem Konsum gesättigter Fettsäuren gibt. Ihr Ergebnis: „Bei Patienten mit manifesten Erkrankungen der Koronararterien fand sich keine Verbindung zwischen der Aufnahme gesättigter Fettsäuren mit der Nahrung und dem Auftreten koronarer Ereignisse oder der Sterblichkeit.“ Es sei sogar ein positiver Effekt eines hohen Konsums gesättigter Fettsäuren möglich, zumindest in Untergruppen. Es müsse darüber „spekuliert“ werden, ob die gängige Empfehlung, die Zufuhr gesättigter Fettsäuren auf 7 bis 10% der Energiezufuhr zu beschränken, für diese Patienten überhaupt angemessen ist.

Meiner Meinung nach muss diese Empfehlung generell hinterfragt werden, denn sie gilt ja „offiziell“ auch für alle Gesunden und für Kinder ab 2 Jahre.